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Aus der Taunus-Zeitung vom 28.03.2007:

Virtuoser Wettstreit auf alten und neuen Posaunen

Von Gerrit Mai

Wehrheim. „Von Bach bis Gershwin“ war das Konzert des Posaunenquartetts Opus 4 überschrieben und versprach damit viel. Indes, die vier exzellenten Musiker aus Leipzig übertrafen die Erwartungen des Wehrheimer Publikums mit der Bandbreite ihres Könnens sogar noch. …

Opus 4, benannt nach einem Werk des Lehrers am Leipziger Konservatorium, Johann Nepomuk David, überzeugten mit jedem der Musikstücke, ob gefühlvoll-harmonisch bei „Air“ aus einer Orchestersuite von Johann Sebastian Bach oder im virtuosen Wettstreit der Töne in einer Fuge in g-Moll, ebenfalls von Bach, eindrucksvoll. Ins Programm eingeführt hatten die Musiker indes mit einer „Intrada“ von Carl Philipp Emanuel Bach, dem Sohn des ehemaligen Thomaskantors.

Bemerkenswert waren auch die drei Stücke von Anton Bruckner: „Ave Maria“, „Antiphon“ und „Ecce Sacerdos“, die mit entsprechend großem Beifall belohnt wurden, ebenfalls bearbeitet für vier Posaunen, denn Bruckner habe dieses Instrument, ebenso wie Bach, eher vernachlässigt. …

Aus dem Usinger Anzeiger vom 30.03.2007:

Posaune als taugliches Konzertinstrument vorgestellt

Posaunenquartett Opus 4 aus Leipzig eröffnete Konzertreigen in der evangelischen Kirche

WEHRHEIM (cju). … Jörg Richter, Mitglied des Gewandhausorchesters und neben Dirk Lehmann einer von vier Gründungsmitgliedern, warb für die Posaune als Instrument mit vielen Klangrichtungen. Dass die heutige Konzertposaune klanglich ganz anders ausgerichtet ist als historische Instrumente, bewies das Quartett durch den vergleichenden Einsatz von Nachbauten der Ursprungsinstrumente. Doch selbst wenn dem Laien die Unterschiede nicht ganz so eingängig waren wie dem ausgewiesenen Fachmann, das Konzert als solches ließ keine Wünsche übrig.

… Eine Zeitreise hatte das Quartett den Wehrheimern versprochen - von Bach bis Gershwin sollte es gehen und als Schlusspunkt widmeten sich die Posaunisten dem Stück "A portrait" für vier Posaunen. Dass fast alle aufgeführten Stücke ursprünglich nicht für Posaune komponiert wurden, hatte keinen Einfluss auf die Spielfreude und deren Perfektion. "Wir wollen uns heute in Ihre Herzen und Ohren spielen", hatte Jörg Richter zu Beginn als Marschrichtung angegeben. Das ist gelungen.