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18. Dezember 2020: Musik für vier Gitarren aus vier Jahrhunderten mit dem Barrios Guitar Quartet
30. Oktober: Also hat Gott die Welt geliebt ... Heinrich Schütz Musikalische Exequien mit der capella corbachiensis
11. September 2022: Dido und Aeneas - Barockoper von Henry Purcell in Szene gesetzt vom Laubacher Figurentheater
16. Juli 2022: Vom Hochbarock zum Rokoko - Musik für drei Flöten, Gambe und Cembalo
Termine 2022: Hier geht's zur Konzertsaison 2022
Eintrittskarten zu allen unseren Konzerten gibt es an der Abendkasse etwa eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbegin.

 

 

 

 

Also hat Gott die Welt geliebt

Heinrich Schütz: Musikalische Exequien

 

Als Heinrich Schütz vor 350 Jahren, am 16. November 1672, im Alter von 87 Jahren starb, hatte er eine Zeit voller "Tod und Trübsal" durchlebt: Der Dreißigjährige Krieg gerade 24 Jahre zu Ende, die Menschen der Pest hilflos ausgeliefert, Hunger und Armut allgegenwärtig. Jung zu sterben war daher eher die Regel als die Ausnahme. So wundert es wenig, dass Tod und Trauer, aber auch Trost und Versöhnung im Ewigen Leben zentrale Themen in Schütz' Kompositionen sind.

Das Hauptwerk unsres Konzertes, die Musikalischen Exequien, schrieb Schütz 1636, mitten im Krieg, für einen Lebenden: Heinrich Posthumus Reuß, Herr von Gera, Greiz und Lobenstein (1572 - 1636) hatte bei Schütz diese "Begräbnismusik in drei Teilen" in Auftrag gegeben. Der literarisch und musikalisch gebildete und nach den Zeugnissen der Zeit zudem sehr fromme Reuß hatte Texte und Ablauf der eigenen Beerdigung bereits zu seinen Lebzeiten nicht nur aufs genaueste festgelegt sondern auch auf den Außenseiten seines Sarges anbringen lassen.

Johann Hermann Schein war mit Schütz befreundet und wirkte als Thomaskantor in Leipzig. Zusammen mit Samuel Scheidt aus Halle hatten "die drei Sch." Schein, Scheidt und Schütz maßgeblichen Einfluss auf die Musik des 17. Jahrhunderts. In seinem geistlichen Konzert "Selig sind, die da geistlich arm sind" aus der Sammlung "Opella nova II" vertont Schein die Seligpreisungen aus der Bergpredigt: Ein Werk voller Zuversicht und Hoffnung von einem Komponisten, der selber nur 44 Jahre alt wurde, der zwei Ehefrauen verlor und den nur zwei seiner neun Kinder überlebten.

Das Solistenensemble "Capella Corbachiensis", bestehend aus Annegret Schönbeck und Sibylle Hoffmann-Merz, Sopran, Susanne Rohn und Antonia Jacob, Alt, Marc Müllenhoff und Christian Bettels, Tenor sowie Kilian Gottwald und Jan Schümmer, Bass, fand sich 2016 für die Aufführung von Thomas Tallis "Lamentationes" u.a. in unsrer Kirche zusammen. Unterstützt werden sie von einer Continuogruppe mit Renate Mundi, Gambe, Jasper Michels, Theorbe und Regine Strasburger, Orgel.

Karten zum Preis von 12 Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Schüler, Studenten und Gruppen ab drei Personen zahlen 10 Euro.